Seniorentag 22.09.2019

Toller Ausflug in den Islek

Werner Hennen, Freiwillige Feuerwehr, und Johann Strunk, Ortsgemeinde Pützborn, hatten alle Seniorinnen und Senioren zu einem erlebnisreichen Busausflug eingeladen. Viele nahmen dankbar dieses kostenlose Angebot an. Unter Leitung von Alois Mayer lernten sie einen landschaftlich schönen Teil des Naturparks Südeifel nahe der deutsch – belgisch – luxemburgischen Grenze kennen, wobei unterwegs viele Erläuterungen zur Geschichte, Geologie und Besonderheiten dieses Raumes gegeben wurden.

Sehr schöne Dörfer und Geländeformen bot die Landschaft des Isleks, eine Bezeichnung für Ausläufer der Ardennen. Viele Kommunen des Eifelkreises Bitburg-Prüm, aus Belgien und Luxemburg haben sich als „Islek ohne Grenzen“ zu einer europäischen wirtschaftlichen Interessenvereinigung zusammengeschlossen. Friedliche Landschaft und gelebte Freundschaft heute, wo vor 80 Jahren vernichtender Krieg tobte.

Tagesziel war Eschfeld mit seiner einmaligen Sehenswürdigkeit, der Pfarrkirche St. Luzia. Die Führung informierte über das Leben und Werk des Malerpastors Christoph März, der diese Kirche mit Decken- und Wandgemälden in den Jahren 1906 – 1921 ausgeschmückt hat. Dereinst als naive Bauernmalerei verpönt, stellt die farbenfrohe Bilderkirche heute eine vielbewunderte Einmaligkeit dar, über die bereits oft das Fernsehen und andere Medien berichteten. Diese kunstvolle Malerei beeindruckte auch 1945 alliierte Truppen, die den Ort Eschfeld besetzt hatten. Ein amerikanischer Offizier war derart begeistert, dass er spontan das ganze Kirchengebäude kaufen wollte, um es Stück für Stück abtragen zu lassen und in seinem Heimatort wieder aufbauen zu lassen. Zum Glück kam es nicht dazu.

Weiterer Besichtigungspunkt  war der „Kreuzweg an der Bunkerdecke“ – eine mahnende und dennoch hoffnungsvolle Stätte des Gebetes um Frieden und Versöhnung. Dereinst stand dort einer der über 18.000 Bunker des Westwalls den die Nazis 1938-40 anlegten.

Bei der Nachkriegssprengung des Bunkers blieb die Decke senkrecht stehen. 1992 legte hier die Kirchengemeinde einen Kreuzweg an, Ziel sehr vieler Besucher, an dem immer wieder Gebetsgottesdienste stattfinden.

Der Nachmittag klang aus bei einer reich gedeckten Kaffeetafel in Lünebach, zu der die Pützborner Feuerwehr eingeladen hatte.

Zufrieden kehrten alle Teilnehmer gegen Abend zurück, einig in dem Wunsch, im kommenden Jahr erneut einen Ausflug zu interessanten Sehenswürdigkeiten unserer Heimat zu unternehmen.

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